Samstag, 17. Februar 2018

Dominosteine im ländlichen Raum (Ein Kommentar)

Wir alle kennen das Spiel mit den Dominosteinen. In Reihe aufgestellt, ergeben sie eine Form, ein Muster, zur Perfektion getrieben mit den Domino-Days. Hier werden in mühevoller Arbeit tausende von Steinen in einem Bezug  zueinander aufgebaut. Fällt ein Stein, fällt das gesamte Muster.
Planung von Einkaufszentren, Gestaltung von Stadtzentren, Regionalentwicklung, überall spricht man von Synergien (sich gegenseitig ergänzenden Angeboten) oder aber von der Gefahr eines Dominoeffektes, wenn einzelne Bausteine fehlen oder wegkippen.

Welbsleben ist ein gutes Beispiel

Während der DDR-Zeit wurde Welbsleben in der heutigen Sprache zu einem Grundzentrum für das Einetal ausgebaut. Ärztehaus, neue Schule für die Region, Arbeitsplätze durch die LPG's, Restaurants, Gemeinschaftshaus, großzügige Sportanlage, breit gefächertes Ladenangebot. Wenn heute ältere Menschen sagen "früher war es besser", ist das subjektiv nachzuvollziehen. Arbeit war da, Versorgung war nicht schlecht, und was fehlte, wurde mit Beziehungen organisiert.

Mit der Wende fiel ein entscheidender Domino-Stein: Arbeitsplätze. Die logischen nächsten Steine hießen: Wegzug auf der Suche nach Arbeit, Bevölkerungsschwund in den Orten, weniger Kaufkraft, schlechte demografische Prognose, Lebensmittelgeschäfte schlossen, Gaststätten machten dicht, 2010 auch die eigenständige Gemeinde.. So verblieben innerhalb von 20 Jahren von ehemals ca. 20 Bausteinen noch deren vier oder fünf. Welbsleben ist in dieser Beziehung kein Einzelfall, viele Ortsteile der Stadt Arnstein, im Landkreis Mansfeld-Südharz, generell in den neuen Bundesländern, haben dieselbe Biografie. Aktuell nun also Schließung und Verkauf des Bankgebäudes, Verkauf der ehemaligen Kita, und bezüglich der Zukunft des Pfarrhauses liegt auch noch Vieles in der Luft.

Kommunen im Korsett der Unterfinanzierung und im Förderdschungel


Nach der Gemeindegebietsreform sind die neu formierten Einheitsgemeinden durch das Finanzministerium unter massiven Druck geraten. Bürgermeister und Landkreise sprechen von chronischer Unterfinanzierung, Kommunalaufsicht und Rechnungshöfe fordern auf der anderen Seite, Fixkosten zu senken, sich von "Altbestand" zu trennen,  also zu verkaufen. Die Definition von Pflichtaufgaben und Freiwilligen Aufgaben der Kommunen sorgt ebenfalls immer wieder für heftige Diskussionen. Am Beispiel des Investitionsplanes für unseren Ortsteil, zu finden im IGEK auf Seite 198, wird ersichtlich, dass alle diese Maßnahmen nur in Verknüpfung mit Fördermitteln und entsprechenden Förderauflagen zu stemmen sind. Die Stadt hat im Prinzip die Hauptaufgabe, aus einem Euro Investitionsbudget über Nutzung verschiedenster Fördertöpfe mindestens 4 Euro zu machen. Ansonsten lassen sich diese Vorhaben nicht realisieren.  

Wer sich interessiert, soll sich doch im IGEK ab Seite 163 die Beurteilung der einzelnen Ortsteile und den daraus abgeleiteten Handlungsbedarf anschauen.  Hier werden Stärken und Schwächen der einzelnen Orte aufgelistet und gewertet - ab Seite 188 folgt dann der Maßnahmenplan für die einzelnen Ortsteile. Alle aufgeführten  und nicht verständlichen Abkürzungen in der rechten Spalte sind EU-, Bundes- Fördertöpfe, für deren Nutzung durch die Stadtverwaltung teilweise sehr komplexe Anträge gestellt und vom Lande vorgegebene Förderrichtlinien eingehalten sein wollen. Ansonsten wird der Antrag abgelehnt. Wieviele der im IGEK im Jahre 2017 dargestellten Infrastrukturbausteine Welbslebens sind eigentlich noch physisch vor Ort? Dies als Hinweis auf das Tempo, in welchem dieser Umbruch stattfindet.

Fremdbestimmung mit unmittelbaren Auswirkungen

Darüber hinaus sind es immer wieder Entscheide auf höherer Ebene, denen Kommunen und Unternehmer  machtlos gegenüberstehen. Ein Beispiel für unmittelbaren Dominoeffekt: Wir erleben nun das vierte Jahr, in welchem die Achse Einetal-Welbsleben-Aschersleben über Westdorf, von wenigen Ausnahmen abgesehen, gesperrt ist. Aller Voraussicht nach wird es 2019, bis hier wieder normale Verhältnisse herrschen. Messbar sind die Folgen für Penny in Aschersleben, welcher mit starken Umsatzeinbrüchen zu kämpfen hat. Die dortige Fleischerei bleibt bis auf Weiteres geschlossen, der Verkaufsstand für Backwaren reduzierte seine Öffnungszeiten. Klar ist, dass sich eine derart lange Sperrung für Unternehmer und Dienstleister verheerend auswirkt. Auch  für den ÖPNV und die Landwirtschaftsbetriebe entstehen massive Mehrkosten in Form von Umwegkilometern, welche irgendwoher bezahlt werden müssen.
Nun gibt es Dutzende von ziemlich sinnfreien Erklärungen dafür, weshalb eine Sanierung der Strecke Welbsleben - Aschersleben nicht zeitgleich mit der Sperrung der Langetalbrücke in Angriff genommen werden könne.  Vergabe dieser ganzen Strecke in drei oder vier Baulosen , Start im Februar, Abschluss im September. 9 Monate Sperrung sind schon empfindlich, mehr als vier Jahre Sperrung bedeuten einen klaren und folgenreichen Eingriff in die Struktur einer Region. Der Kommune bleibt dann das Zusammenkehren der Scherben.  

Was fehlt, sind die "weichen Domino-Steine"

Natürlich schmerzt es, wenn ein Laden schließt, eine Bankfiliale dicht macht. Gleichzeitig muss man sich eingestehen, dass wir deswegen nicht von der Versorgung abgekoppelt sind. Die Wege zu den nächstliegenden Discountern und Einkaufszentren wurden schon genutzt, als diese Infrastrukturen noch im Ort waren. Daneben verfügen wir (noch!) über ein ziemlich dichtes Netz an mobilen Versorgern. Im 9 Punkte umfassenden Maßnahmenkatalog des IGEK für die jeweiligen Ortsteile fehlt jedoch ein wichtiger Bereich, welcher als "freiwillige Aufgabe" faktisch aus der Zuständigkeit der Kommune herausgenommen und auf das Ehrenamt übertragen wurde:
  • Wo sind die offenen Treffpunkte für die ältere Generation geblieben? Gemeint sind nicht die verschiedenen Einzelanlässe, welche von engagierten Vereinen auf die Beine gestellt und rege besucht werden. Nein, Räumlichkeiten,, welche zentral gelegen als offene Treffpunkte zur Verfügung stehen? 
  • Dieselbe Frage kann man auf weitere Zielgruppen stellen: Mutter-Kind, Feierabend-Treff zum Wochenende. Kostenlos. Ehrenamtlich oder wirtschaftlich betreut. Treffpunkte für  Menschen jeden Alters, welche das schätzen? 
  • Wie sieht eigentlich die Freizeitgestaltung  der Altersgruppe 12-16 aus? Welche Angebote bestehen da?
  • Weshalb gelingt es nicht, beispielsweise Musikunterricht der Musikschulen für die meisten gebräuchlichen Instrumente in die Tagesstruktur der Schulen oder andere Räumlichkeiten zu integrieren? Stattdessen fahren Musikschüler aus dem ganzen Einetal nach Aschersleben und Hettstedt?
Die Schaffung und das Vorhalten derartiger Angebote ist nach Ansicht der Landesverwaltung keine Pflichtaufgabe der Kommunen. Gemeinden in der Haushaltskonsolidierung ist es sogar untersagt, hierfür Gelder frei zu machen. Es sind jedoch genau DIESE Punkte, welche in den Ortsteilen im ländlichen Raume schmerzlich vermisst werden.    Am Sinnvollsten nach  dieser Lesart und oft empfohlen: Gründung eines Vereins, Eigenmittel organisieren und dann dasselbe machen wie die Gemeinde. Aus einem Euro mach vier. Die EU-Töpfe machen es möglich. Für Ortsteile von Einheitsgemeinden ist dies oft der einzige Weg, wirkliche Verbesserung der Lebensqualität hereinzuholen. Dass dem so ist,  hat weniger mit der EU zu tun, sondern mit der Art und Weise, in welcher die jeweiligen Landesregierungen die Nutzung dieser Fördergelder mit der EU aushandeln. In Schleswig-Holstein beispielsweise ist es möglich, dass die Kommunen bei der Schaffung solcher weicher Bausteine sich in Zusammenarbeit mit Vereinen oder Genossenschaften direkt engagieren  - und EU-Gelder eingesetzt werden können. 

Der Anachronismus: Geförderter Strukturerhalt und -ausbau auf der einen Seite bei gleichzeitig erzwungenem Strukturabbau auf der anderen Seite.

Zurück zur Aktualität. Derzeit steht die ehemalige Kita zum Verkauf. Ein Objekt im Besitze der Stadt. Vom Raumangebot her betrachtet, lassen sich hier diverse weiche Non-Profit Dominosteine errichten. Es ist klar, dass dazu notwendige bauliche Anpassungen vorgenommen werden müssen. Genau so offensichtlich ist es, dass ein einzelner Verein ein solches Projekt schwer stemmen kann. Selbst wenn: Dann besteht die seltsame Situation, dass zuerst mal 80 000 € als Mindestangebot stehen, welche in die Stadtkasse fließen sollen,  dann im Anschluss der doppelte oder  dreifache Betrag über Fördermittel (auch wieder mit Nachweis von Eigenmitteln!) zu organisieren ist, um etwas zu erhalten oder neu zu schaffen. Das ist nicht nur ein gewaltiges ehrenamtliches Engagement sondern ein sehr schwer abzuschätzendes finanzielles Risiko. Und trotzdem ist es unter den derzeitigen Rahmenbedingungen vielfach der einzige wirklich gangbare Weg, um gemeinsame Interessen auch gemeinsam wahrzunehmen.  
Was andernorts Haus der Vereine, altersdurchmischtes Freizeitzentrum, Haus der Generationen genannt wird, im Besitze der Kommune ist und von einem Verein, einer Genossenschaft nach wirtschaftlichen Regeln  betrieben wird, erscheint in Sachsen-Anhalt unter den gegebenen Rahmenbedingungen als Bringschuld bürgerlichen und vor allem ehrenamtlichen Engagements. ...und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Die eine Hand baut Strukturen ab, die andere baut wieder auf.

Und tatsächlich: Vielerorts wurden und werden in den Ortschaften, nachdem das Tafelsilber der Gemeinde verkauft wurde, Jahre später über private, halbprivate oder  Landesinitiativen mit EU-Förderung Objekte mit dem Ziel umgebaut, soziale oder/und infrastrukturelle Defizite vor Ort abzudecken. Eine Kombination von harten, vor allem aber auch weichen Dominosteinen. Hier die Liste der bereits realisierten Projekte.

Fazit
Die Kommunen sind nicht zu beneiden und es ist zu kurzsichtig, dort den Sündenbock zu verorten.. Zwischen Wollen und Können stehen viele Instanzen und noch viel mehr Bürokratie. Betroffen sind alle Kommunen im ländlichen Raum, wie die Protestaktionen in Mansfeld-Südharz zeigen.  Steuergelder aus Kommunen, dem Land, dem Bund fließen in erheblichem Maße in einen EU-Haushalt. Dort werden diverseste Förderprogramme erarbeitet und aufgelegt, anschließend mit den Ländern einzeln ausgehandelt. Die Landesverwaltung erstellt Förderrichtlinien für die Kommunen  und diese Richtliniengeber bewilligen dann die Förderanträge - oder eben auch nicht. Die Reibungsverluste in Form von Zeit UND Geld alleine durch dieses Heer von Sachbearbeitern auf allen Ebenen sind gigantisch und wirken vielfach im Ergebnis an den wirklichen kommunalen Bedürfnissen vorbei. Von der so laut gepriesenen Kommunalhoheit bleibt da nicht mehr viel übrig.

Natürlich gibt es auch Lichtblicke, Beispiel Stadt Arnstein: Mit der Sanierung des ehemaligen Rathauses in Sandersleben wurde und wird Raum geschaffen für vielfältige Aktivitäten, offene Angebote an die Bevölkerung des Ortes. Weiche Dominosteine. Sie federn den Fall der harten Steine, sind hilfreich und tragen oft entscheidend dazu bei, dass mittelfristig neue, bedürfnisgerechte Infrastrukturbausteine errichtet werden.

..und in Sachen harter Infrastruktur: Welbsleben profitiert ganz besonders davon, dass in unserem Ortsteil in den vergangenen Jahren sehr viel Geld in  Erhalt und Ausbau der Schulinfrastruktur geflossen ist und weiterhin fließen wird. Die Stadtverwaltung zementiert hier einen solchen harten Domino-Stein.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Volksbank Welbsleben: Filialschließung - und dann?

Wie alle Regionalbanken in Deutschland ist auch die Volksbank Halle/Saale von einem sehr veränderten Geschäftsumfeld betroffen. Die Finanzkrise 2008 und daraus folgend neue Richtlinien für die Banken, dann die Niedrigzinspolitik der EU, welche nun schon mehrere Jahre dauert, sind Hauptursachen dafür, dass sich die Ertragslage vor allem von Regionalbanken massiv verändert hat. Es handelt sich also um kein spezielles Problem der Volksbank, sondern alle Regionalbanken, welche nahe am Kunden arbeiten, sind davon betroffen.

Eigentlich war schon im Herbst 2017 absehbar, dass sich an der Filialstruktur der Volksbank etwas ändern wird, auch wenn dies damals nicht überall so gesehen wurde. Es ging um den Entscheid, die Filiale Hettstedt um- und zu einem Service-Center auszubauen. Dieser Ausbau soll nun im Frühjahr abgeschlossen sein. Parallel dazu erfolgt die Ankündigung, dass die Filialen in Welbsleben und Mansfeld ersatzlos geschlossen werden, ebenso die mobile Bankfiliale. Die MZ hat gestern darüber berichtet. Das bankeigene Gebäude in Welbsleben soll verkauft werden.  Rückzug aus dem Einetal ist also der passende Titel, wenn man das physisch betrachtet. 

Das neue Konzept - es gibt auch Positives.

Inzwischen sind alle Volksbankkunden im Besitze eines Briefes und einer Broschüre, in welcher die zu erwartenden Änderungen beschrieben und dargestellt sind. Ein zentraler Punkt: Mit Schaffung eines Service-Centers wird das Telefon-Banking an 7 Tagen die Woche eingeführt. Unter der Nummer 0345 2148-248 können Einzahlungen, Kontoabfragen und Bargeldbezüge bis 500 € mit Bringservice (für 4.90 €/Bezug)  von zu Hause aus telefonisch in Auftrag gegeben werden. Dies ist eine Alternative zum online-Banking, welche sicherlich der älteren Generation und Internet-Skeptikern entgegen kommen wird. 
Ebenfalls ausgebaut werden neben dem klassischen online-Banking die online-Services, beispielsweise mit der VR-Banking App, womit man  auch über Handy Kontoinformationen abrufen und Aufträge erteilen kann. 

Jede Veränderung bedeutet eine Umstellung, welche den Einen schwerer, den Anderen leichter fällt. Es bleibt in diesem Falle nichts Anderes übrig, als sich darauf einzustellen, denn die unternehmerischen Entscheide sind offensichtlich bereits letztes Jahr gefallen und befinden sich im Abschluss der Umsetzungsphase.

Also alles gut? Nicht ganz. Über die rein geschäftlichen Entscheidungen eines Unternehmens hinaus stellen sich einige weitere Fragen bezüglich der Folgen derartiger Veränderungen für den ländlichen Raum. Diese werden in einem eigenständigen Kommentar folgen.

Samstag, 10. Februar 2018

Volksbank Welbsleben schließt am 20. April

Letzte Woche ist die Info durchgetröpfelt, dass die Volksbank-Filiale Welbsleben am 20. April schließen wird. Damit verlieren Welbsleben und das Einetal einen weiteren guten Infrastrukturbaustein. Als Gründe werden von der Volksbank neben Umstrukturierungen ein, insbesondere für Regionalbanken, verändertes Geschäftsumfeld angeführt. 

Wie geht es weiter?

Die Schließung der Filiale erfolgt laut bisherigen Auskünften ersatzlos. Dies bedeutet, weder Geldautomat noch mobile Filiale nach der Schließung. Tatsache ist, dass in Hettstedt bereits an einem Ausbau der dortigen Filiale gearbeitet wird. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Dienstleistungen dort zusammengezogen werden.
Am Mittwoch wird zu diesem Thema ein längerer Beitrag erscheinen.

Sonntag, 4. Februar 2018

Spendenaufruf zum Wiederaufbau des Jugendclubs

Der Jugendclub Welbsleben wurde ja durch den Sturm Friedericke arg in Mitleidenschaft gezogen. Gemeindearbeiter, aber vor allem die Jugendlichen selbst begannen unmittelbar darnach mit Aufräum- und Sicherungsarbeiten und mussten da richtig die Ärmel hochkrempeln. 
Die umgestürzte Kastanie ist zerlegt und entfernt. Ein Teil des Daches wurde gesichert und das Mobiliar im zerstörten Aufenthaltsraum  entfernt.

Aufruf des Ortsbürgermeister

Nun ruft Ortsbürgermeister Volker Geppert zu einer Spendenaktion auf, damit  notwendige Mittel für den Wiederaufbau zusammen kommen.


Mittwoch, 31. Januar 2018

Bauarbeiten an der Westdorfer-Straße

Derzeit werden an der Westdorferstraße Elektrokabel im Boden verlegt. Ab Höhe Schule bis zum Ortsausgang Welbsleben sind zwei Arbeiter damit beschäftigt, einen kleinen Graben aufzureißen, die Kabel zu verlegen, den Graben wieder zu verfüllen und zu verfestigen. Anschließend beginnen dieselben Arbeiten in Richtung Kreuzung und anschließend die Welbslebener Hauptstraße hoch in Richtung Ermsleben. Die Strommasten bleiben so lange stehen, bis alle Anschlüsse vorbereitet sind.

Nicht zu beneiden sind die hier Arbeitenden und die Fußgänger. Ungeachtet der Baustelle und noch schmaleren Fahrbahn herrscht reger Schwerverkehr von und zur Kiesgrube in Westdorf. Es sind abgesehen von Warntafeln keine zusätzlichen Verkehrsbeschränkungen angebracht. Anwohner bemängeln vor allem, dass auch die nächtliche Warnbeleuchtung für die Gesamtbaustelle  mangelhaft ist.

Tristan da Cunha: Hochbetrieb auf der Insel

Diese Woche ist für die 260 Menschen auf der abgelegensten bewohnten Insel der Welt sehr intensiv. Man könnte auch sagen Hochsaison auf der Insel, denn dort ist derzeit Sommer. Gleich zwei Schiffsankünfte stehen an. Auf Freitagmorgen wird die MVF Edinburgh erwartet. An Bord wird sie all das haben, was die Inselbewohner für den Alltag benötigen. Damit können nach zwei Monaten die Lager und Vorratsräume wieder gefüllt werden. Im Post-Container sind hoffentlich auch die Briefe , welche von der Grundschule Welbsleben im November 2017 abgeschickt wurden.

Bereits heute wird es jedoch noch viel turbulenter. In diesen Stunden ankert das Luxus-Kreuzfahrtsschiff M/S Seabourn Sojourn bereits vor der Insel. Nach dem Frühstück werden ca. 400 Passagiere auf kleine Boote umsteigen und die Insel während eines Tages erkunden. Die Seabourn befindet sich auf einer 110-tägigen Weltreise. Heute abend wird das Schiff dann ablegen. Wichtig bei diesem ganzen Unterfangen ist, dass nicht zu starke Winde herrschen, weil sonst ein Umsteigen auf die kleinen Boote zu gefährlich würde. 

Sonntag, 28. Januar 2018

Gelungenes Neujahrsfest


Auch wenn das Neujahrsfest 2018 dieses Jahr recht spät stattfand, war  die 4. Auflage ein großer Publikumserfolg. Bei tagsüber eher frühlingshaften Temperaturen erfolgten die Vorbereitungsarbeiten durch die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins Welbsleben e.V. 


Abends tröpfelten dann ab 17 Uhr die ersten Familien herein und ab 18 Uhr war der Platz vor der Einetalhalle wie gewohnt gut gefüllt. Mit Stockbrot, verschiedensten Grilladen und anderen Spezialitäten, Glühwein und reichhaltiger Getränkeauswahl gab es alles, was der Magen so begehrte. 

Für die Kinder waren natürlich das große und die kleinen Feuer ein Anziehungspunkt. Alle halfen fleißig mit, den angelieferten Christbäumen den Garaus zu machen. Feuermeister Wolli und Christian, unterstützt von Martin Schick, leisteten da ganze Arbeit.

Danke allen Mitgliedern des Heimatvereins unter der Leitung von Diana Marscheider, welche mit beachtlichem Aufwand die Infrastruktur aufgebaut und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben.

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